17.02.2026 | Pressemitteilung
Amadeus Fire Group beweist Widerstandskraft in wirtschaftlich schwierigem Umfeld – Umsatz und operatives EBITA 2025 erfüllen die Prognose
Amadeus Fire Group beweist Widerstandskraft in wirtschaftlich schwierigem Umfeld – Umsatz und operatives EBITA 2025 erfüllen die Prognose
Die Amadeus Fire Group (ISIN: DE0005093108, Prime Standard) behauptet ihre Leistungsfähigkeit im Umfeld der konjunkturellen und strukturellen Schwächen des deutschen Marktes. Geprägt von einer anhaltenden und tiefgreifenden Wachstumskrise mangelte es 2025 an jeglicher Aufbruchstimmung bei Unternehmen in Deutschland, so dass sich die langjährige Phase der wirtschaftlichen Stagnation fortsetzte. Der minimale Zuwachs des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) blieb weit hinter den Erwartungen von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zurück.
Neben globalen Unsicherheiten und geopolitischen Spannungen spielen strukturelle Herausforderungen wie der demografische Wandel, die schleppende Digitalisierung und die Nachwirkungen der Energiepreiskrise sowie das eingetrübte Konsumklima eine zentrale Rolle. Hinzu kommen internationale Handelskonflikte, insbesondere die anhaltenden U.S.-Importzölle, die das Exportgeschäft und damit einen der wichtigsten Wachstumsmotoren der deutschen Wirtschaft bremsen. Die Investitionsbereitschaft der Unternehmen blieb 2025 auf einem niedrigen Niveau, Expansionspläne wurden auf Eis gelegt und Personalaufbauentscheidungen mit massiver Zurückhaltung getroffen oder Personal abgebaut; angesichts der fortwährenden Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung.
Das Segment Personaldienstleistungen war im Geschäftsjahr 2025 maßgeblich von der schwachen wirtschaftlichen Lage geprägt. Trotz des anhaltenden Fachkräftemangels in vielen Bereichen zeigte sich keine spürbare Belebung, sondern eine weiter zunehmende Marktschwäche im Jahresverlauf. Weiterhin herrscht auf der Seite der Kandidaten eine ausgeprägte Zurückhaltung bei beruflichen Wechseln, da Arbeitsplatzsicherheit und Stabilität im aktuellen Umfeld der Unsicherheit höchste Priorität besitzen. Das Zusammenspiel der diversen Faktoren erschwerte die Besetzung offener Positionen deutlich und wirkte sich negativ auf die Konvertierung von Anfragen in Aufträge aus. Der Gesamtumsatz des Segments lag aufgrund dieser Effekte, wie erwartet, deutlich unter dem Vorjahresniveau.
Vor dem Hintergrund eines ebenfalls herausfordernden Marktumfelds im Segment Weiterbildung, insbesondere im Bereich der staatlich geförderten Weiterbildung (B2G), war der Weiterbildungsumsatz im Berichtsjahr 2025 ebenfalls rückläufig und lag unter dem Vorjahresniveau. Während die Gesellschaften der Steuer-Fachschule Dr. Endriss (B2C) ihre Umsätze erneut steigern konnten, verzeichneten die Anbieter der staatlich geförderten Weiterbildung – Comcave und GFN – Umsatzrückgänge gegenüber dem Vorjahr. Insbesondere die Neuordnung der Zuständigkeiten für Bildungsgutscheine sowie die verzögerte haushaltspolitische Klarheit führten zu einer zurückhaltenden Förderpraxis und wirkten sich spürbar auf die Nachfrage aus. Das reduzierte Fördervolumen beeinträchtigte die Auslastung und Erlössituation entsprechend.
Die im zweiten Halbjahr 2025 vollzogene Restrukturierung der Comcave, die Reduzierung von Schulungsflächen sowie Personalabbau schafften die Grundlage für eine nachhaltige wirtschaftliche Stabilisierung der Gesellschaft. Insgesamt resultiert hieraus eine Belastung des Ergebnisses des Weiterbildungssegments und des Konzerns im Geschäftsjahr 2025 einmalig mit etwas über 6 Mio. €. Nach Durchführung der nochmals leicht ausgeweiteten Maßnahmen im vierten Quartal erhöhte sich die finale Restrukturierungsrückstellung nochmals um rund 1 Mio. € im Vergleich zum zwischenzeitlichen Buchungsstand nach neun Monaten.
Die im September und November 2025 erworbenen Unternehmen Masterplan.com GmbH, eine Software-as-a-Service-basierte E-Learning-Plattform für Unternehmenskunden, und eduBITES GmbH, eine KI-gestützte Plattform zur strukturierten Erfassung und Aufbereitung unternehmensinternen Wissens in digitale Lernformate, erweitern gezielt das Angebot des Konzerns im digitalen B2B Weiterbildungsmarkt mit Fokus auf dem Thema Corporate AI Learning. Die Gesellschaften wurden jeweils erst im späten Verlauf des Geschäftsjahres erworben, so dass deren Umsatzbeiträge nur anteilig nach dem jeweiligen Erwerbszeitpunkt konsolidiert wurden.
Die Amadeus Fire Group erzielte nach vorläufigen und noch nicht testierten Finanzkennzahlen im Geschäftsjahr 2025 einen Konzernumsatz in Höhe von rund 364 Mio. €, knapp 17 Prozent unter Vorjahr. Der Umsatz liegt damit innerhalb der prognostizierten Bandbreite von 355 bis 385 Mio. € (Vorjahr: 436,9 Mio. €).
Gesunkene operative Roherträge in beiden Segmenten des Konzerns, die einmaligen Restrukturierungsaufwendungen sowie zukunftsorientierte Investitionen in die digitale Transformation der Amadeus Fire Group führen zu einem überproportionalen Rückgang des operativen Ergebnisses (operatives EBITA*) 2025 auf rund 14 Mio. € nach 55,5 Mio. € im Vorjahr. Die aktuelle Prognose, in Folge der im 3. Quartal eingeleiteten Restrukturierung, ein Ergebnis im Bereich des unteren Endes der ursprünglich prognostizierten Bandbreite von 15 bis 25 Mio. € für das Geschäftsjahr 2025 zu erzielen, ist damit eingetreten. Das operative Ergebnis exklusive des einmalig anfallenden Effekts aus Restrukturierungsaufwand lag schlussendlich bei rund 20 Mio. €.
* Definition des operativen EBITA der Amadeus Fire Group siehe im Geschäftsbericht 2024 die erste Fußnote auf Seite 2.
Veröffentlichung des Konzernjahresabschlusses 2025 am 25. März 2026 nach Börsenschluss.
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